Betriebsrente nun auch für Geringverdiener attraktiver

Eine Betriebsrente zu installieren war bisher für viele Arbeitgeber in Niedriglohnbranchen wie
Gebäudereinigung und Gastronomie keine wirkliche Option. Mit dem Inkrafttreten des
Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) Anfang des Jahres hat sich das geändert: Die Arbeitgeber
erhalten nun für Beschäftigte mit einem Einkommen von maximal 2.200 Euro monatlich einen 30-
prozentigen staatlichen Zuschuss zu Betriebsrentenbeiträgen. Diese müssen zwischen 240 und 480
Euro jährlich betragen, womit sich der Zuschuss pro Beschäftigtem und Jahr auf 72 bis 144 Euro
beläuft. Damit sinkt die Hürde vor der Einrichtung einer betrieblichen Altersversorgung, mit der sich
Arbeitgeber nicht zuletzt im Ringen um Arbeitskräfte profilieren können.

Auch für die Arbeitnehmer wird die Betriebsrente lohnenswerter. Für viele Geringverdiener bestand
bisher das Problem, dass ihre gesetzliche Rente voraussichtlich unter dem Grundsicherungsniveau
liegt und eine Betriebsrente mit der staatlichen Grundsicherung verrechnet würde. Mit dem BRSG
gibt es die Betriebsrente nun bis einer Höhe von 100 Euro ohne Abzüge bei der Grundsicherung.
Über diese Grenze hinaus sind 30 Prozent anrechnungsfrei, allerdings nur bis zur Hälfte der
sogenannten Regelbedarfsstufe 1 (aktuell 416 Euro monatlich).

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